Jagdgenossenschaften und Jäger in Krommert

für die Verpächter

 
Vorsitzender: Hubert Seggewiss
Schriftführer: Heinz Tewordt
Beisitzer Krommert I:  
Beisitzer Krommert II: Gerd Schluse
Beisitzer Krommert III:  
 

für die Anpächter

Krommert I:

im Krommerter Nord-Osten
    Ansprechpartner:
  • Alfons Belting
  • Klemens Nachtigall
  • Josef Teklote

Krommert II:

im Krommerter Süd-Westen
    Ansprechpartner:
  • Heinz Melis
  • Stefan Rölfing

Krommert III:

Im Krommerter Süd-Osten
    Ansprechpartner:
  • Franz Beßbring


Einleitung

In Deutschland kann man auf seinem eigenen Grund und Boden jagen - unter ein paar Voraussetzungen ! Neben einem Jagdschein braucht es wenigstens 75 Hektar Fläche, die eine Eigenjagd ergeben. Da es aber meist kleinere Parzellen gibt, finden sich die Grundeigentümer in einer Jagdgenossenschaft zusammen und verpachten das Jagdrecht.

In Krommert gibt es 3 solcher Jagdbezirke sowie die Eigenjagden Volks, Rülfing und Wülfing. Früher war die Jagd ein Priveleg des Adels - heute sind die Pächter der Jagdreviere Krommert I - III Krommerter.

Vor und nach dem 2. Weltkrieg gab es in Krommert einige auswärtige Jäger z.B. aus dem Ruhrgebiet. Namen wie "Pastor Claessen" und "Jakob Lieber" sind manchen noch geläufig, aber die Reviere sind längst auf einheimische Jäger übergegangen. Krommert I wird heute von Alfons Belting, Josef Teklote und Klemens Nachtigall angepachtet. Krommert II von Gerd Schluse und Stefan Rölfing , Krommert III von Franz Beßbring. Zusammen mit ihm ist hier Christopher Hilger in der dritten Generation als Nicht-Krommerter an der Jagd beteiligt - die einzige Ausnahme in Krommert. Der Gedenkstein an der Homerstegge erinnert an den ersten Pächter Jakob Lieber, der ab 1936 nach Krommert kam und auch die Jagdhütte gebaut hat. Karl Terhart und Johannes Hilger haben gemeinsam mit Johann Beßbring über fast 50 Jahre Krommert III angepachtet, bis es 2008 an den heutigen Pächter überging.
Die moderne Landwirtschaft hat die Landschaft in den letzten 50 Jahren stark geändert - ein 18m Mähwerk ist schneller als eine Sense!
Das hat sich auf die Tierwelt und die Jagd ausgewirkt. Bis in die 1960-er Jahre gab es viele Rebhühner, die von "Unkräutern" leben und auf der Fläche brüten. Heute kommen Rebhühner bei uns in Krommert kaum noch vor. Es gibt zu wenig sichere Nistplätze und Nahrung für die Feldhühner. Bei Tieren, die "in der Nahrungskette weiter oben stehen", darf der Jäger heute oft nicht mehr regulativ eingreifen.

Es gibt aber immer noch eine artenreiche Tierwelt, die vom Jäger geschützt und gehegt werden soll und noch Tierarten, die bejagt werden können. In Krommert werden insbesondere Rehe, Hasen, Kaninchen, Tauben, Füchse und Enten erlegt. Während in den 1960-er Jahren ein einzelnes Wildschwein noch eine Sensation war, können heute einzelne Wildschweine gefährtet werden und es kommen nun immer mal wieder Wildschweine in Krommert zur Strecke - die Schweinezüchter sind dankbar dafür.

Manche Förster sind zudem der Meinung, dass das Rehwild die natürliche Waldverjüngung durch Verbiss der Jungbäume behindert und fordern die Jäger auf, deutlich mehr Rehe zu schießen. Da ergibt sich die paradoxe Situation, dass die Jäger zum jagen aufgefordert werden. Aber wer könnte den Wildbestand besser beurteilten als die Jäger selbst?
Beim Schutz der Wildtiere in Krommert kann übrigens jeder mitmachen:

  • Lasst Eure Hunde nicht im Wald frei laufen und achtet auf Eure Katzen
  • Reitet nicht mitten durch den Wald
  • Lasst Hecken stehen
  • Vor dem Mähen den Jäger informieren !

 

Deshalb gehören in Krommert die Jäger und der Hl. Martin zusammen.

Martinszug und die Krommerter Jägerschaft

Und falls sich jemand fragt was der Hl. Martin im Kopf der Webseite zu suchen hat.

Das hängt mit den auswärtigen Jägern zusammen, die als Unternehmer im Ruhrgebiet tätig waren.

Einer von Ihnen führte es dann ein, das die Krommerter Kinder von den Jagdpächtern eine Geschenk zum Martinszug erhielten.

Diese Tradition hat sich bis auf den heutigen Tag erhalten und die Krommerter Jäger stiften immer noch für ca. 120 Kinder eine Tüte mit Leckereien.

Darüberhinaus sorgen Sie auch für die Musik durch den Musikverein Rhedebrügge und sie laden die Geistlichkeit zum Umzug ein.

 

Martinslieder

Ich geh mit meiner Laterne

Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne und unten, da leuchten wir.
Der Hahn, der kräht, die Katz miaut.
Rabimmel, rabammel, rabum.


beim Nachhausegehn
Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne und unten, da leuchten wir.
Mein Licht ist aus, ich geh nach Haus.
Rabimmel, rabammel, rabum.

Laterne, Laterne

Laterne, Laterne,
Sonne Mond und Sterne!
Brenne auf mein Licht,
brenne auf mein Licht,
aber nur meine liebe Laterne nicht.

Laterne,Laterne,
Sonne Mond und Sterne,
Sperrt ihn ein den Wind,
Sperrt ihn ein den Wind,
er soll warten, bis wir zu Hause sind,
Laterne,Laterne,
Sonne Mond und Sterne,

Laterne,Laterne,
Sonne Mond und Sterne,
bleibe hell mein Licht,
bleibe hell mein Licht,
denn sonst strahlt meine liebe Laterne nicht.
Laterne,Laterne,
Sonne Mond und Sterne,

Sankt Martin Sankt Martin, Sankt Martin,

Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind,
sein Roß das trug ihn fort geschwind.
Sankt Martin ritt mit leichtem Mut,
sein Mantel deckt ihn warm und gut.

Im Schnee saß, Im Schnee saß,
Im Schnee, da saß ein armer Mann,
hat Kleider nicht, hat Lumpen an.
O helft mir doch in meiner Not,
sonst ist der bittre Frost mein Tod.

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin zieht die Zügel an;
das Roß steht still beim armen Mann
Sankt Martin mit dem Schwerte teilt
den warmen Mantel unverweilt.

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin gibt den halben still,
der Bettler rasch ihm danken will.
Sankt Martin aber ritt in Eil
hinweg mit seinem Mantelteil.