Vor zehn Jahren gründeten einige Krommerter den Förderverein Ortsmitte Krommert (F.O.K.)

BBV Bericht vom 01.08.2005 Ressort Rhede

Seitdem hat der Verein einiges auf die Beine gestellt, unter anderem den Mehrzweckplatz gebaut und den Arbeitskreis Chronik Krommert ins Leben gerufen.
Rhede-Krommert Claudia Rottstegge ist eine Krommerter Lokalpatriotin. Dem „Förderverein Ortsmitte Krommert” (F.O.K.) gehört sie seit der Gründung an. „Weil man dahintersteht”, erklärt das 37-jährige Vorstandsmitglied. Die Meriten des Vereins hat sie auf eine lange Liste geschrieben. Schließlich hat sich in den zurückliegenden Jahren viel getan. Am 20. August feiert der F.O.K. seinen zehnten Geburtstag.
Rottstegge blickt zurück: „Das Hauptanliegen war der Mehrzweckplatz in Krommert.” Den dürfe man nicht mit einem Fußballplatz verwechseln: „Das würde den Sinn entfremden. Der Mehrzweckplatz ist ein Treffpunkt für alle.” Gleichwohl protestierten die Krommerter, als die Stadt einen kleineren Platz bereitstellen wollte: „Wir haben gesagt: ,Da müssen Fußballspiele stattfinden können‘”, ruft Rottstegge ins Gedächtnis. Auf dem Platz unweit der Alten Schule spielt Fußball keine unbedeutende Rolle: Landjugend und Schützenvereine, Thekenmannschaften und Tischtennisverein tragen hier Turniere aus. Kinder und Jugendliche treffen sich dort jeden Nachmittag.
Doch Rottstegge geht es um eine andere Frage: „Was ist aus dem Förderverein geworden?” Die Antwort gibt sie selbst: „Was sich daraus entwickelt hat, ist enorm - womit wir gar nicht gerechnet haben.” Als Beispiel nennt die 37-Jährige den „Arbeitskreis Chronik Krommert”. 1996 sei die Idee entstanden, die Geschichte Krommerts aufzuarbeiten. Ein Jahr später rief der F.O.K. zum Archivtag in die Turnhalle. „Da ist sehr viel Material zusammengekommen”, erzählt Rottstegge mit Blick auf Fotos und geschichtliche Quellen. Die erste Veröffentlichung der Archivgruppe: die Geschichte der Marienschule. 2003 folgte ein Heft zum Jubiläum der Bauernschützen Crommert. Das neueste Projekt: die 50-Jahr-Feier der Pfarrgemeinde St. Pius im nächsten Jahr. „Dazu erscheint ein Buch”, kündigt Rottstegge an. Sie erinnert auch an den Karnevalsclub, der aus dem F.O.K. hervorgegangen ist und der seit 1997 beim Rheder Zug mitmischt. Anschließend feierten „Jung und Alt” in Krommert gemeinsam Karneval, schwärmt Rottstegge. Ebenfalls seit 1997 richtet der F.O.K. in den Sommerferien ein Zeltlager auf dem Mehrzweckplatz aus. Für Ostern und Weihnachten gibt es Bastelnachmittage, zu den Kommunalwahlen finden Podiumsdiskussionen statt. Das jährliche Doppelkopfturnier zieht rund 100 Teilnehmer an und die Kränzegemeinschaft kümmert sich um die Pflege der Pieta am Sägewerk. Mit finanzieller Hilfe der Stadt haben die Krommerter ihre alte Schule auf Vordermann gebracht, die zahlreiche Gruppen nutzen. Rottstegge resümiert: Der F.O.K. sei eine „weit gefächerte Organisation”, die stetig wachse. Attribute, auf die sie Wert legt: „Eigeninitiative”, „Gemeinschaft”, „Zusammenhalt” - für ganz Krommert.

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