Mehrzweckplatz soll maulwurf-frei werden

Bauen in Krommert: "Stramm an der Sache dran bleiben"

BBV Bericht vom 19.02.2000 Ressort Rhede

RHEDE-KROMMERT (bet). Der Förderverein Ortsmitte Krommert (FOK) ist besorgt: Ein Gutachten des Amtes für Landes- und Baupflege stufte vor einiger Zeit eine Außenbereichssatzung für den Ortsteil als nicht durchsetzbar ein (das BBV berichtete). Im Klartext bedeutet dies, dass es in absehbarer Zeit keine neuen Baugrundstücke geben wird. Der Vorsitzende des Fördervereins, Franz-Josef Schluse, befürchtet nun ”ein Ausbluten des Ortes”. Ein kontinuierliches Abwandern junger Krommerter sei vorgezeichnet. ”Dabei wollen viele bleiben”, sagte Schluse bei der Jahreshauptversammlung des 572 Mitglieder starken Vereins. Ein Mitglied forderte, ”stramm an der Sache dran zu bleiben” und Druck zu machen, um wenigstens ”in einem kleinen Rahmen in Baugrundstücke zu schaffen”, wie es der Vorsitzende formulierte.

Starker Beifall an den vollbesetzten Tischen bestätigte den Vorstand in seinem Vorhaben, die en Ratsfraktion von CDU und UWG mit der Forderung nach neuen Grundstücken für den Ortsteil zu unterstützen. Schriftführer Wolfgang Lörwink konnte im Verlauf der Versammlung viele Erfolge des vergangenen Jahres aufzeigen. Der Umbau eines Zwischentraktes der Sporthalle konnte angepackt werden. 80 Prozent der Umbaumaßnahme seien bereits fertig.

Um den Maulwürfen und deren unerwünschten Erdhaufen auf dem Mehrzweckplatz Herr zu werden, haben bereits im April letzten Jahres einige Mitglieder damit begonnen, den Platz durch eine 60 Zentimeter breite Gummiwand in der Erde vor den Tieren zu schützen. ”Der Erfolg ist leider noch nicht mit 100 Prozent zu beziffern”, sagte Schluse. Noch immer bedeckten Maulwurfshaufen den Rasen. Doch in diesem Frühjahr soll den kleinen Buddlern endgültig der Zugang versperrt werden. Die restlichen 60 Meter Gummimatte an der vorderen Torseite sollen dann eingebracht werden. Lörwink berichtete auch vom Erfolg bei der Restaurierung der Pieta, für die die Stadt 10000 Mark bereitstellen will. Um die Pieta bemühen sich derzeit Walter Rottstegge und Bernhard Schlatt. Mit vielen Spenden und der erhofften Eigeninitiative sollen die Kosten minimiert werden.

Der Vorstand schlug zudem den Kauf eines Hüpfkissens vor. 4000 Mark soll das Kissen kosten. Einstimmig waren die Mitglieder für das Kissen, das auch anderen Vereinen zur Verfügung gestellt werden soll. Wer mehr Informationen über die Arbeit des Fördervereins haben möchte, kann auch im Internet vorbeischauen. Unter www.krommert.de präsentiert der Verein die Geschichte des Ortsteils, aktuelle Termine oder die Vereinsstruktur vor Ort. Illustriert wird das Ganze mit über 400 Fotos, die unter anderem alte Klassenfotos, oder auch Ächterkrommert aus der Luft zeigen.

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