Feierlich eingeweiht: Pieta-Überdachung in Krommert

Bildstock beschützt und betont

BBV Bericht vom 16.10.2000 Ressort Rhede

Rhede-Krommert (bet). Kunstvoll wölbt sich das neue Dach über die Pieta und lässt den Bildstock aus dem 19. Jahrhundert in einem anderen Licht erscheinen. Lange wünschten viele Krommerter, den historischen Schatz – der sterbende Jesus in Marias Armen – vor Erosionen zu schützen, aber auch besonders zu betonen. Seit 1952 war die Pieta allen Widrigkeiten des Wetters wehrlos ausgeliefert. Das Dach musste seinerzeit abgerissen werden. Algenbewuchs und die gefährlichen Schädigungen am Sandstein gehören nun endlich der Vergangenheit an. Und um die Vergangenheit des Bildstocks rankt sich so manche Sage. In einer Notsituation soll eine Krommerter Bauernfrau ein Gelübde abgelegt haben, das sie jedoch selbst nicht erfüllte. Nach ihrem Tod soll sie ihrer Tochter als Geist erschienen sein und die Erfüllung ihres Gelübdes verlangt haben, um ewige Ruhe zu erlangen. Die Tochter ließ daraufhin die Pieta errichten. Seitdem habe niemand mehr die Erscheinung gesehen. Franz-Josef Schluse, Vorsitzender des Fördervereins Ortsmitte Krommert, freut sich heute über das Ergebnis, das mit viel Eigeninitiative, vor allem der Kranzfamilien (Foto), realisiert wurde. Auch Bürgermeister Lothar Mittag fand lobende Worte für das gelungene Dach, das dem Original nach überlieferten Unterlagen recht nahe kommen soll. 10000 Mark gab die Stadt an Zuschüssen dazu. Gestern Morgen war es schließlich soweit: Das neue Dach für die Pieta wurde offiziell eingeweiht. Zahlreiche Mitglieder der Gemeinde versammelten sich um den neuen schönen Anlaufpunkt in Krommert. Bernhard Schlatt, der die Idee für das Dach hatte, fand die passenden Worte: „Nach mehrjährigen Bemühungen ist es uns heute gelungen, dieses kleine Bauwerk zu errichten Dieser Baldachin soll dazu beitragen, unser wunderbares Standbild, ein Sinnbild unseres christlichen Glaubens, für kommende Generation zu erhalten."

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